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Das Buddy-Projekt an der Dr. Jasper-Realschule

 

Seit 2006 gibt es das Buddy-Projekt auch an unserer Schule. Während einer zweijährigen Entwicklungsphase wurden mehrere Lehrkräfte zu sogenannten Buddy-Coaches ausgebildet und gleichzeitig ein maßgeschneidertes Konzept für die Bedürfnisse unseres Schulzentrums entwickelt. Gemeinsam mit dem Schulpsychologen und Ausbildern des Buddy e.V. entschieden wir uns für ein Paten-Buddy Projekt. Das Buddy-Programm trägt dazu bei, dass Schule neben einem Ort der Wissensvermittlung auch eine zentrale Einrichtung für den Erwerb sozialer, emotionaler und kognitiver Kompetenzen sowie gelebter demokratischer Werte ist.

Das Buddy-Programm arbeitet mit einem Multiplikatoren-Ansatz: Um die Schülerinnen und Schüler zu erreichen, bildet der Buddy e.V. Lehrer/innen und pädagogische Fachkräfte zu Buddy-Coaches aus. Sie tragen die Buddy-Idee zu ihren Schülern und geben den Anstoß zur Umsetzung von Praxisprojekten.

Die Vorteile des Buddy-Programms

Schüler/innen erleben Selbstwirksamkeit. Sie erfahren, dass ihr eigenes Handeln positiv auf sie selbst und andere wirkt. Dadurch sind sie in der Lage, selbständig Aufgaben zu bewältigen und Konflikte zu lösen. Das macht sie stark und steigert ihr Selbstwertgefühl.

Lehrer/innen werden nachhaltig entlastet, da die Schülerinnen und Schüler Aufgaben und Probleme untereinander eigenständig bewältigen. Das Buddy-Programm verbessert so das Klassenklima und das Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler.

Schule steigert durch das Buddy-Programm ihren Wert als Lern- und Lebensort: Das soziale Klima an Schulen wird nachhaltig gestärkt, Lehrkräfte und Schülerschaft gestalten ihre Schule gemeinsam. Gleichzeitig bietet das Buddy-Programm einen Ansatz zur Schulentwicklung.

Für unsere Schule bedeutet das,

……dass allen Achtklässlern das Angebot einer Ausbildung zum Patenbuddy       offensteht.

……dass im zweiten Halbjahr der achten Klasse eine freiwillige Buddy-AG angeboten wird.

……dass die Schülerinnen und Schüler in Form von Rollenspielen, Sozialtrainings und Gruppenarbeiten auf die Bedürfnisse und Besonderheiten der neuen Fünftklässler an unserer Schule vorbereitet werden.

So finden sich jedes Jahr zwischen zehn und fünfzehn Achtklässler und Achtklässlerinnen, die gerne ihren neuen kleinen Mitschülern einen guten Start in das Leben am Schulzentrum ermöglichen möchten. Bereits am Einschulungstag stellen sie sich bei der Eröffnungsfeier den Schülern vor und gehen in der Eingangsphase regelmäßig in die Klassen, um mit den „Neuen“ zu spielen und Kennlernübungen zu machen, die besonders wichtig für die Gruppenfindungsphase sind. Natürlich haben sie auch immer ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte, die in den Pausen auftreten. Es ist gut zu wissen, dass man neben den Lehrern schon ganz zu Beginn der Schulzeit an der Dr. Jasper-Realschule eine weitere vertrauensvolle Anlaufstelle hat.

Für die Buddys stehen weiterhin die Coaches zur Verfügung, die auch im laufenden Schuljahr noch Tipps geben können, wie der Kontakt zur Patenklasse gestaltet werden kann (Wanderungen, Kekse backen, Weihnachtsfeier, etc).

Das Streitschlichter-Projekt

In der neunten Klasse besteht dann für die Schüler die Möglichkeit, an einer Ausbildung zum Streitschlichter teilzunehmen. Diese findet in Form von Nachmittags-Workshops statt. Hier lernen die Schüler, nach einem bestimmten „Fahrplan“ gemeinsam mit jüngeren Mitschülern in einer Streitschlichtungssitzung „kleinere“ Streitigkeiten zu lösen. Die Schüler lernen, Angelegenheiten aus eigener Kraft gut meistern zu können. In überschaubaren Situationen erfahren sie, wie sie als Person gezielt positiven Einfluss auf die Dinge und die Welt nehmen können. Ist ein Problem gelöst, kann das Streitschlichtungsprotokoll „zu den Akten“ geheftet werden; manche „Streithähne“ brauchen aber durchaus noch einen weiteren Termin, an dem überprüft werden kann, ob nun auch alles wieder in Ordnung ist. Selbstverständlich dürfen die Schüler auch hier die Coaches um Hilfe bitten, wenn sie in einer Sache nicht weiterkommen.

Die ausgebildeten Streitschlichter treffen sich regelmäßig in kurzen Teambesprechungen, um herauszufinden, wie das Projekt läuft und wo es eventuell Veränderungsbedarf gibt.

In einer sich weiterentwickelnden Schule ist natürlich auch ein Buddy-Projekt immer anpassungsfähig und –bedürftig. So gab es auch schon Klassenbuddys, die, ähnlich dem Klassesprecher, bestimmte soziale Aufgaben innerhalb der Klasse wahrgenommen haben. Auch die Einrichtung eines Hausaufgaben-Buddy Projektes erfreute sich teilweise großer Beliebtheit und ist – bei Bedarf – durchaus wieder zu aktivieren.

 

Für weitere Informationen: http://www.buddy-ev.de/home/

Unser eigenes Logo von Schülern 2006 entwickelt (auch auf den T-Shirts):