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Einsatz von Tieren im pädagogischen Bereich

Hunde haben alle guten Eigenschaften des Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen.“

                                                               Friedrich II. der Große

 

In den sechziger Jahren entdeckte ein amerikanischer Kinderpsychotherapeut während einer Therapiesitzung zufällig, welche Wirkung sein anwesender Hund, ein Retriever, auf das zu therapierende Kind ausübte. Der Hund fungierte quasi als „tierischer Vermittler“ zwischen Patient und Therapeut, für den sich auf diese Weise ein ganz neuer Zugang zum Patienten eröffnete.

Weitere Erfahrungen zeigten, dass Kinder viel besser ansprechbar waren, wenn ein Hund zugegen war, was dazu führte, Tiere in bestehende Behandlungskonzepte zu integrieren.

In der tiergestützten Pädagogik wird die positive und einmalige Wirkung von Tieren bei der Erziehung und Bildung genutzt. So ergibt sich im Fach Sport durch die Bewegungsförderung die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche für körperliche Aktivitäten zu begeistern.

Weitere positive Effekte sind das Erlernen von Verantwortungsübernahme, das Einüben angemessenen (Sozial)verhaltens, die Förderung der Selbstwahrnehmung und die Chance, neue Erfahrungen im Umgang mit dem Lebewesen Hund zu ermöglichen.

Durch gelenkte Interaktionen im Klassenverband, in der Kleingruppe oder der Einzelarbeit können unter anderem Probleme in den Bereichen Wahrnehmung, Emotionalität, Sozialverhalten, Lern- und Arbeitsverhalten und Motorik mit erstaunlichen Ergebnissen aufgearbeitet werden, da der Hund sozusagen als "Katalysator" wirkt.

Laut Untersuchungen trägt die regelmäßige Anwesenheit eines Hundes im Klassenraum unter anderem dazu bei, dass:

  • Schülerinnen und Schüler die Schule gern besuchen
  • sich Auffälligkeiten reduzieren
  • Außenseiter aus ihrer Isolation geholt werden
  • Sozialkontakte gefördert werden
  • sich eine Verbesserung des Lernklimas vollzieht
  • die Lernenden eher in einen körperlich-seelischen Ruhezustand gelangen.

Der Einsatz von Hunden leistet auch, wie von Altbundespräsident Rau benannt, einen wertvollen Beitrag zum Angstabbau bei Kindern und bietet die Möglichkeit zur Schulung des angemessenen Umgangs mit einem Haustier.