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WPK-Werken des sechsten Jahrgangs stellt Insektenhotels her

Insektenhotels sind künstlich hergestellte Nist- und Überwinterungsplätze für Nützlinge in unterschiedlichen Größen, die freistehend oder hängend an Bäumen und Hauswänden angebracht werden können. Für die ökologische Bewirtschaftung von Gärten sind Insekten ein unverzichtbarer Bestandteil. Für die bei uns beheimateten Insektenarten, die durch intensive Flächennutzung, Schädlings-bekämpfungsmaßnahmen und Monokulturen kaum noch artgerechte Lebensräume finden, soll das Insektenhotel eine Möglichkeit zur Brutaufzucht und Überwinterung bieten.

Insektenhotels stellen einen wichtigen Teil im Natur- und Bestandsschutz dar, unterstützen das ökologische Gleichgewicht und ermöglichen  interessante Einblicke in die Lebensweise unterschiedlicher Insekten. Zu den friedlich nebeneinander lebenden Bewohnern gehören  Hummeln und Wildbienen, Schlupf-, Grab-, Weg- und Brackwespen können hier beobachtet werden. Auch Blumenwanzen, Flor- und Schwebfliegen, Raub- und Marienkäfer, Ohrwürmer, Glühwürmchen sowie Schmetterlinge.

Diese Insekten leisten einen wertvollen Beitrag zur Bestäubung und Befruchtung von Blumen und Obstgehölzen und sie vertilgen außerdem täglich z. T. ein Vielfaches ihres eigenen Körpergewichts an saugenden und nagenden Schädlingen mitsamt deren Brut. Hinzu kommt, dass eine vielfältige Insektenpopulation auch den Bestand der bei uns heimischen Singvögel, deren Junge auf proteinreiches Insektenfutter angewiesen sind, sichert.

Das Insektenhotel wird wird mit natürlichen Werkstoffen  wie kleinen Tannenzapfen und Rundhölzern, Schilfrohrgeflecht, Rindenmulch oder Baumrindenstücken befüllt. Ein kleinmaschiges Drahtgeflecht hält diese Materialien an der Vorderseite an ihrem Platz.Um die Attraktivität der Insektenhotels für ihre Bewohner zu erhöhen, ist es vorteilhaft, eine Wasserstelle in der Nähe anzulegen. So sind zum Beispiel kleine flache Schalen oder Vogeltränken besonders gut geeignet, da die Insekten diese gefahrlos anfliegen können. Beim Bau muss beachtet werden, nur gut getrocknete, naturbelassene Materialien zu verwenden. Eine Vorbehandlung mit Lack, Holzschutz oder anderer Imprägnierung sollte unterbleiben. Größere Zwischenräume können mit Stroh, Moos, kleinen Reisigbündeln oder Lehm gefüllt werden. Diese Maßnahme verhindert den Eintrag von Zugluft und führt zu einer Erhöhung der Wärmeisolation während  der kalten Jahreszeit in den einzelnen Fächern.

Insektenhotels sollten am besten im Februar/ März, bevor die Insekten aus der Winterruhe erwachen, an einem sonnigen, wind- und regengeschützten Ort  mit südwärts ausgerichteter Einflugöffnung platziert werden. Das Hotel wird auch im Winter am Aufstellungsort belassen und nicht in Haus geholt, da die darin überwinternden Nützlinge aufgrund der höheren Temperaturen in Gebäuden sonst irregeleitet würden, da sie glauben, es sei bereits Frühling und damit  Zeit, das Winterquartier zu verlassen.

Wir hoffen, dass zeitnah zahlreiche Insektenarten als „Hotelgäste“ einziehen!