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Wirkt Alkohol bei Mädchen anders als bei Jungen? Präventionstage im Schulzentrum Liebigstraße

Im dritten Jahr in Folge veranstalteten die Anne-Frank-Schule, Johannes-Falk-Schule sowie die Dr. Jasper-Realschule im Schulzentrum Liebigstraße vor den Herbstferien Sucht-Präventionstage mit dem Thema Alkohol. Teilnehmer/innen waren fast 150 Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen von Haupt-, Real- und Förderschule. Möglich machten das viele verschiedene Akteure in erprobter Netzwerkarbeit; Lehrer und Lehrerinnen, die Holzmindener Polizei, die Jugendschutzabteilung der Kreisjugendpflege, die Suchtberatungsstelle STEP Holzminden, die Suchttherapie und Suchtpräventionseinrichtung “Neues Land“ und die Schulsozialarbeiterinnen der Haupt- und der Realschule.              

„Wirkt Alkohol bei Jungen anders als bei Mädchen?“ „Gibt es wirklich mehr als 2 Millionen Alkoholabhängige in Deutschland?“ „Wie kann denn ein Alkohol-Mix-Getränk (Alkopop) stärker sein, als Schnaps?“ Dies sind nur wenige Fragen aus einem Quiz, das sich auf spannende Art und Weise mit dem Thema Alkohol auseinandersetzt und Schüler/innen viele Denkanstöße gibt. Mit diesem Quiz und anderen Themen des Jugendschutzes brachte sich die Jugendpflege des Landkreis Holzminden ein.

Die Polizei hatte wieder ihre beliebten und bewährten „Rauschbrillen“ dabei. Mit diesen Brillen wird eine Alkoholbelastung des Körpers nach unterschiedlichen Promillegraden simuliert. So ausgestattet hatten die einzelnen Schüler und Schülerinnen einen Schreit-Parcours zu bewältigen, mussten ein Fahrradschloss öffnen und ihre Zielgenauigkeit ausprobieren. „Ups – ob ich mit so viel Alkohol im Blut noch heile nach Hause gekommen wäre? Da hätte ich ja leicht hinfallen können, oder vor ein Auto laufen können…“ Und so ging es bei diesem Teil der Präventionstage auch darum, wie sich die Freunde verhalten können, wenn einer von ihnen zu viel getrunken hat.

In einem Planspiel mit Soft-drinks und Chips, durchgeführt von der Suchtberatungsstelle der „STEP“ Holzminden und der Sozialarbeit der Hauptschule, wurde nachempfunden wie man sich unter den Bedingungen von Gruppendruck und Alkoholkonsum bei einer Party möglicherweise verhält. Anschließend hatten die Schüler Gelegenheit, ihr Verhalten während des Spiels zu reflektieren. So konnte man wichtige Erfahrungen mit Alkohol machen, ohne Alkohol zu sich zu nehmen.

Bei der authentischen Schilderung ihrer eigenen Betroffenheit, hatten Klienten der Suchttherapie und Suchpräventionseinrichtung „Neues Land“ bei den Schülerinnen und Schülern aufmerksame Zuhörer. Auch die unterschiedlichsten Fragen wurden gestellt und diskutiert.

Das Netzwerk der Akteure wünscht sich für die kommenden Jahre, die Präventionstage auszuweiten auf weitere wichtige Themen wie „Umgang mit neuen Medien“